Steuern, Krankenkasse, BAföG: Grundlagen für den studentischen Nebenjob

13. März 2013

Studium

Stellen-AngeboteDie Zeit des Studiums bringt viele Vorteile mit sich, wie die Konzentration auf die eigene Weiterbildung und Selbstverwirklichung, Flexibilität in der Zeiteinteilung und natürlich das meist rege soziale Leben eines Studierenden. Doch der Nachteil ist bekannt: Studienzeit bedeutet eine Phase geringer finanzieller Mittel.

In Ausblick auf eine gute berufliche Position und in Anbetracht des absehbaren Endes der Studienzeit ist diese finanzielle Durststrecke zu verkraften – trotzdem muss der Großteil der Studierenden auf Nebenjobs zurückgreifen, um sich neben BAföG oder elterlicher Unterstützung den Lebensunterhalt zu sichern oder den Sommerurlaub zu finanzieren. Im deutschen Durchschnitt kostet das Studentenleben inklusive Miete, Essen und Semesterbeitrag etwa 760 Euro monatlich – kein geringer Betrag. Bei der Jobsuche sollten Studenten auf mehrere Aspekte achten, um von ihrer Beschäftigung am besten zu profitieren.

Rentenbeiträge, Steuern und Sozialabgaben: Beitragsfreie Verdienstmöglichkeiten für Studierende

Idealerweise finden Studierende eine Beschäftigung im Bereich der Minijobs, sodass sie unter der monatlichen 450-Euro-Grenze bleiben und damit keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge bezahlen müssen. Wer dagegen über 450 Euro im Monat verdient, muss mit einem anteiligen Rentenversicherungsbeitrag von bis zu 9,95 % rechnen. Davon ausgenommen sind Gelegenheitsjobs in den Semesterferien mit einer Dauer von bis zu zwei Monaten, denn hier ist der Verdienst unabhängig von Arbeitszeit und Gehalt versicherungsfrei. In einem gesamten Jahr ist ein Gehalt von 8.584 Euro steuerfrei – Verdienste über dieser Grenze müssen versteuert werden.

Krankenkasse und BAföG: Günstig versichert bleiben und keine BAföG -Kürzung riskieren

Krankenkassen bieten einen günstigen Tarif für Studierende an, der jedoch nicht unabhängig vom Nebenjob besteht. Wer pro Woche über 20 Stunden arbeitet, muss gegebenenfalls in den allgemeinen Kassentarif wechseln und mit höheren Kosten rechnen. Nacht- und Wochenendarbeit sind hiervon ausgenommen, sodass in diesem Rahmen auch mehr Stunden anfallen können, ohne dass es zu Problemen mit der Krankenkasse kommt. Bis zum 25. Lebensjahr sind Studierende außerdem beitragsfrei bei ihren Eltern mitversichert – sofern sie nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen. Studierende über 25, die ihre Frist nicht durch Wehr- oder Zivildienst verlängern können, oder Studierende mit einem monatlichen Verdienst über 450 Euro müssen in den günstigen Studententarif der Krankenkasse wechseln (ca. 75 Euro im Monat). Auch die Höchstgrenze des BAföG muss bei der Auswahl des Nebenjobs beachtet werden: BAföG -Empfängern steht ein jährlicher Verdienst von 4.200 Euro frei, also etwa 350 Euro monatlich, bei höherem Gehalt wird die staatliche Förderung gekürzt.

Steuerfreier Zuverdienst durch Mini- oder Ferienjob: Die optimale Lösung für Studierende

Um Steuerabgaben oder die Erhöhung des Krankenkassen-Beitrages zu umgehen, bietet sich also ein Minijob für Studierende im 450-Euro-Bereich an. Wer BAföG erhält, sollte idealerweise nur 350 Euro im Monat verdienen, um keine Kürzung zu riskieren. Doch auch die zeitlich überforderten Studierenden im Bachelor- und Mastersystem, deren Semester oft mit Vorlesungen und Pflichtveranstaltungen gefüllt sind, können ihre freie Zeit in den Semesterferien nutzen, und hier mehr als den mittlerweile üblichen 450-Euro-Verdienst erlangen, ohne Abgaben zahlen zu müssen.

Ein beliebter und lukrativer Studentenjob ist der des Vermögensberaters. So hat sich beispielsweise auch ein Carsten Maschmeyer hocharbeiten können – und das bereits während seines Studiums.

Bild: Eisenhans – Fotolia.com

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