Ratgeber: Schwanger im Studium – was nun?

19. Dezember 2013

Studium

Ratgeber: Schwanger im Studium - was nun? Der Traum vom eigenen Kind und einer Familie ist in vielen Frauen und Männern tief verwurzelt und im Laufe des Lebens erfüllen sich die meisten diesen Wunsch. Schön ist es dabei immer, wenn alles gut zusammenpasst und die Schwangerschaft sogar ein Stück weit geplant werden kann. Nicht selten verläuft das Leben allerdings anders und mit ungeplanten Situationen fertig zu werden, ist nicht immer ganz einfach.

Möglichkeiten

Jede Frau, die ungeplant schwanger wird, steht zunächst vor der Entscheidung, was nun als Nächstes passieren soll. Die einfachste Lösung ist dabei aber nicht unbedingt die Beste. Natürlich ist die offensichtlichste Variante die, dass die Schwangerschaft fortgeführt und dann ein gesundes Kind in eine harmonische Umgebung hineingeboren wird. Die Realität sieht leider oft anders aus, weil Partnerschaften gerade unter der Belastung der Verantwortung für ein zukünftiges Leben schnell zerbrechen können. Zudem kämpfen viele Studenten schon im Alltag mit finanziellen Nöten und die eigene Familie lebt nicht unbedingt in der gleichen Stadt. In Deutschland gibt es deshalb noch einige weitere Möglichkeiten: Abtreibung und Adoption sind zwar sehr negativ behaftete Begriffe doch je nach Lebenssituation der Mutter und des Vaters können sie durchaus sinnvolle Alternativen sein. Zudem gibt es in Deutschland auch eine relativ elegante Lösung, bei der das Kind für einen gewissen Zeitraum bei den Großeltern oder anderen nahestehenden Verwandten unterkommen kann, bis die Kindsmutter ihr Studium oder die Ausbildung abgeschlossen hat. Jede dieser Möglichkeiten sollte immer gut überdacht werden.

Praktische Hilfe

Ist die Entscheidung für das Kind gefallen, stellen sich sofort mehrere neue Fragen. Hilfsorganisationen können jungen Müttern mit Rat und Tat beistehen. So wird die Suche nach Betreuungseinrichtungen vereinfacht und dabei geholfen, das eigene soziale Umfeld der Mutter zu aktivieren und um Hilfe zu bitten. Viele junge Mütter entscheiden sich auch dafür, das Studium nicht zu beenden und stattdessen zunächst voll für Kind und Familie zu leben. Auch für solche Entscheidungen gibt es an jeder Universität und an vielen anderen Hochschulen Hilfsangebote und Beratungsstellen.

Finanzielle Probleme

Solche Beratungsstellen stehen gern auch bei schwierigen Gängen zu Ämtern und bei Anträgen zur Seite. Gerade die Aufklärung der jungen Mütter hat große Priorität, sodass bestehende Hilfen und Zuschüsse überhaupt wahrgenommen und genutzt werden können. Vom Antrag auf Kinder- und Mutterschaftsgeld bis hin zu staatlichen Zuschüssen und BAföG-Anpassungen kann hier praktische Hilfe geleistet werden, damit der Dschungel aus Behörden und Anträgen vielleicht etwas leichter zu durchschauen ist.

Bild:  Markus W. Lambrecht – Fotolia.com

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