Muss ich als Student überhaupt versichert sein?

22. November 2014

Studium

Muss ich als Student überhaupt versichert sein? Für Studierende besteht in einigen Bereichen Versicherungspflicht. Daneben sind aber auch nicht verbindlich vorgeschriebene Versicherungen zum Teil sinnvoll. Bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Mitversicherung über die Eltern. Das gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung und in der Haftpflichtversicherung bedingungslos. In der Hausratversicherung setzt der Mitversicherungsschutz den Bestand der Außenversicherungsklausel und eine Mitteilung über die dauerhaft bestehende Außenstelle zum Versicherungsvertrag an den Versicherer voraus.

Die Sozialversicherung für Studierende

Alle nicht mehr über ihre Eltern mitversicherten Studierenden müssen eine eigene Krankenversicherung und Pflegeversicherung besitzen. Sie können sich von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse befreien lassen, wenn sie einer privaten Krankenversicherung beitreten. Die Pflichtmitgliedschaft in der studentischen Krankenkasse endet mit dem Erreichen des dreißigsten Lebensjahres, danach tritt jedoch die grundsätzliche Krankenversicherungspflicht für jeden Einwohner Deutschlands in Kraft. Wenn Studierende nebenbei arbeiten, sind sie und ihr Arbeitgeber zu Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung verpflichtet. Lediglich bei geringfügigen Beschäftigungen kann sich der Studierende von der Beitragspflicht befreien lassen, was angesichts der Nichtanrechnung von Hochschulzeiten auf die Rentenhöhe wenig sinnvoll ist. Sofern Studierende während der Vorlesungszeit eine regelmäßige Arbeitszeit von 15 (bei überwiegender Tätigkeit am Wochenende 20) Stunden überschreiten, gelten sie hinsichtlich der Sozialversicherungspflicht als Arbeitnehmer.

Welche Zusatzversicherungen sind sinnvoll?

Studierende reisen in der Regel gerne ins Ausland, so dass eine Auslandsreisekrankenversicherung empfehlenswert ist. Ab dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr ist der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung zwar nicht vorgeschrieben, aber dringend anzuraten – schon eine kleine leichte Unachtsamkeit kann sonst zu einer lebenslangen finanziellen Belastung führen. Weitere wichtige Infos zum Thema Haftpflicht liefert Swiss Life. Auch der Abschluss einer Hausratversicherung ist sinnvoll, denn der Wert des Haushalts einer Studentenwohnung erreicht schnell 10.000 Euro. Vorteilhaft ist, dass die Hausratversicherung grundsätzlich nicht nur den Zeitwert, sondern einen angemessenen Wiederbeschaffungspreis ersetzt. Während des Hochschulbesuchs und aller damit zusammenhängenden Tätigkeiten greift der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Für die Freizeit ist über einen zusätzlichen privaten Unfallversicherungsschutz nachzudenken. Die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung steigen mit dem Eintrittsalter drastisch an. Ein Abschluss ist auch für Studenten möglich; der Vertrag sollte eine Klausel hinsichtlich der Höherversicherung nach Berufsaufnahme ohne weitere Gesundheitsprüfung enthalten.

Welche Versicherung ist gegenüber der Hochschule nachzuweisen?

Die Hochschule überprüft bei der Einschreibung, ob der Student krankenversichert ist. Die früher übliche Neuüberprüfung des Krankenversicherungsschutzes bei der Rückmeldung wurde mit der Automatisierung des Verfahrens zum Fortsetzen des Studiums aufgegeben. Wenn sich der Student für die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenkasse entscheidet, ist er während des gesamten Studiums an seine Wahl gebunden.

Artikelbild: Eisenhans – Fotolia

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