MBA – eine deutsche Mogelpackung?

13. März 2012

Studium

MBA - eine deutsche Mogelpackung? In den USA ist der Master of Business Administration (MBA) schon seit über 100 Jahren ein anerkannter Abschluss für ein Studium. In Deutschland wurde ein Studienkurs zum Abschluss eines MBA erstmals 1990 eingerichtet. Aufgrund der wirtschaftlichen Globalisierung ist vor allem in den letzten Jahren die Zahl der Studienkurse sprunghaft angestiegen. Doch warum genießt der deutsche Abschluss eines MBA auf internationaler Ebene einen schlechten Ruf und wie kann man dem entgegensteuern. Auf diese Fragen sollen die folgenden Zeilen eine Antwort geben.

Die Probleme mit dem MBA in Deutschland.

Wenn man als Beispiel die Vereinigten Staaten heranzieht, in denen ein MBA – Studium eine umfassende Managmentausbildung nachweisen soll, fällt in Deutschland der inflationäre Gebrauch des Titels eines MBAs auf. In jedem Studienfach lässt sich ein MBA erwerben, was dem ursprünglichen und international anerkannten Sinn eines MBAs, nämlich einer allgemeinen Managmentausbildung zuwiderläuft. Der Fehler liegt jedoch nicht nur bei den Hochschulen selbst, die solche Studiengänge anbieten, sondern auch bei den übergeordneten Stellen, welche die diese ganz offiziell absegnen. Durch diese Spezialisierung verliert der Titel eines MBA auf internationaler Ebene beträchtlich an Wert, da die Unternehmen im Prinzip nichts über die Ausbildung eines deutschen Angestellten mit dem Titel eines MBA sagen können. Ein weiterer Grund für diese Misere ist, dass es bislang keine einheitlichen Richtlinien in Deutschland gibt, nach der sich die Hochschulen richten können.

Gibt es Ausweg aus der Misere?

Wer sich für einen Studiengang mit MBA – Abschluss entscheidet, muss der Tatsache ins Auge sehen, das es zurzeit nur zehn Hochschulen in Deutschland gibt, die den internationalen Standard erfüllen und somit auch einen internationalen Ruf haben. Bei der Mehrzahl an Hochschulen fehlt es schon am Verständnis, was ein Master of Business Administration genau definiert. Dieses Unverständnis liegt jedoch nicht nur bei den Hochschulen, sondern auch bei den übergeordneten Behörden. So werden immer wieder Hochschulen mit Subventionen gefördert, bei denen man zwar ein MBA erwerben kann, der aber das Papier nicht wert ist auf dem er steht. Neben diesem Verständnis fehlt es auch an einer übergeordneten Organisation, welche auf eine Einhaltung der internationalen Standards achtet und nicht zulässt, das jeder Studiengang mit einem MBA abgeschlossen werden kann, auch wenn dieser noch so unsinnig ist.

Bild: lightpoet – Fotolia.com

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