Geldanlage – was Studenten beachten müssen

24. Januar 2017

Studium

Geldanlage – was Studenten beachten müssenVermögen aufbauen, für das Alter vorsorgen. Es lohnt sich, früh anzufangen. Dennoch ist der frühe Einstieg nicht für jeden die richtige Lösung. Gerade für Studenten stellt sich eine wichtige Frage, bevor sie sich für eine Geldanlage entscheiden: Ist das Geld dafür überhaupt übrig?

 

 

 

Hohe Laufzeit, gute Erträge

Denn eine Geldanlage ist nur sinnvoll über einen längeren Zeitraum – kurzfristige Spekulationsgeschäfte einmal ausgenommen, doch dazu werden die wenigsten Studenten finanziell in der Lage sein. Viele Experten raten dazu, möglichst früh mit der Vermögensbildung und der Altersvorsorge anzufangen: So werden die Vorteile des Zinseszins-Effektes optimal genutzt; je länger die Laufzeit einer Anlage, desto höher ist in der Regel der Ertrag. Auch für Studenten stehen viele Möglichkeiten der Geldanlage offen, aber nicht alle sind gleich gut geeignet.

Vorsicht vor der Null-Zins-Falle

Nicht zu empfehlen sind derzeit und wohl noch auf längere Sicht die klassischen Zinsanlagen wie Tagesgeld oder gar Sparbücher – denn es gibt wegen der Politik der Europäischen Zentralbank EZB so gut wie keine Zinsen. Wenn dann für eine Geldanlage sogar noch Gebühren anfallen, droht eine böse Falle: Was nach Sparen aussieht, wird in Wahrheit zur Geldvernichtung. Mehr Erfolg verspricht der Aktienmarkt, doch auch dort ist Vorsicht geboten. Die goldene Regel lautet, das Risiko möglichst breit zu streuen. Das ist für Studenten mit ihren meist geringen Mitteln nur über Fonds möglich. Geraten wird oft zu ETF-Fonds, weil für diese nur niedrige Gebühren anfallen. Kurzfristigen Reichtum darf aber niemand erwarten: Ein Engagement im Aktienbereich muss langfristig sein, um sich zuverlässig zu lohnen. Alles andere ist Spekulation.

Klare Prioritäten sind wichtig

Langfristigkeit heißt aber auch: Das Geld muss dauerhaft zur Verfügung gestellt werden können. Oder zumindest muss die Anlage so flexibel sein, dass Einzahlungen ausgesetzt werden können. Denn Studenten wissen naturgemäß nicht, wie künftig ihr Einkommen aussieht. Es kann auch ratsam sein, die Geldanlage zurückzustellen, weil anderes dringender ist – zum Beispiel die unerlässlichen Versicherungen für Gesundheit, Haftpflichtschäden und Berufsunfähigkeit. Und am allerwichtigsten ist immer noch das Studium selbst. Denn dieses ist das beste Investment für die eigene Zukunft.

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