Die Angst vor dem Studium

13. September 2012

Studium

Die Angst vor dem StudiumHeutzutage gibt es viele Möglichkeiten zum Studium an einer Hochschule. In vielen Fällen ist das reine Abitur nicht mehr die einzige Voraussetzung, um ein Studium beginnen zu können. Auch Personen, die lange Zeit berufstätig waren können ein Studium in ihrem Fachgebiet aufnehmen. Außerdem gibt es auch die Fachhochschulreife, bei der die Zulassung auf bestimmte Fachgebiete eingeschränkt ist. Trotzdem scheuen viele das Studium an einer Hochschule. Die teiweise hohen Studiengebühren sind nicht der einzige Grund, warum junge Menschen sich ein Studium nicht zutrauen.

Der Wille ist da, aber die Angst ist größer

Ein Hochschulstudium immer noch sehr kostspielig. Meist muss eine eigene Wohnung oder ein Zimmer in einer WG bezahlt werden. Hinzu kommen Kosten für Lebensmittel, Haushalt und studienbezogene Utensilien und Literatur. Ein Laptop ist mittlerweile Voraussetzung für fast jeden Studiengang. Außerdem gibt es an jeder Hochschulen den so genannten Semesterbeitrag. Dieser setzt sich aus verschiedenen Kosten, unter anderem aus Semesterticket, Materialgebühren und Asta-Beiträgen zusammen und kann an einigen Hochschulen bis zu 500 EUR betragen. Außerdem dauert ein Studium in der Regel drei Jahre, in manchen Fällen sogar doppelt so lange. Danach folgen Praxissemester, bei denen zunächst ein geringes Gehalt verdient wird. Dies schreckt Studierende aus sozial benachteiligten Familien natürlich ab.
Doch nicht nur finanzielle Stolpersteine sind Gründe für junge Menschen, sich gegen ein Hochschulstudium zu entscheiden. Auch ihr Umfeld trägt oftmals zu Verunsicherung bei. Verwandte raten meist zu angeblich Sicherheit bietenden Ausbildungen, die eine solide Zukunft gewährleisten sollen. Außerdem gibt es innerhalb der Familie keine Personen, die als Vorbilder dienen könnten. Dies bestätigt auch die Studie der Vodafone-Stiftung Deutschland.

Vielfältige Möglichkeiten der Studienfinanzierung bieten Sicherheit

Zur Unterstützung des Studiums wird in den meisten Fällen das so genannte BAföG (BundesAusbildungsförderungsGesetz) beantragt. Die Bedarfssätze unterscheiden sich unter anderem danach, ob die Studierenden außerhalb oder zu Hause wohnen, sowie nach der Höhe des elterlichen Einkommens. Junge Menschen aus finanziell benachteiligten Familien haben hier die Chance, einen hohen Bedarfssatz zu erhalten. Einige Zeit nach dem Studium muss die Hälfte des Darlehens zurückgezahlt werden. Dies jedoch nur, wenn die Person einen festen Arbeitsplatz hat. Außerdem gibt es bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld, auf welches der/die Studierende ebenfalls gesetzlichen Anspruch hat. Weiterhin können bei der Finanzierung des Studiums noch verschiedene Studienkredite, Wohngeld, Stipendien und ein Bildungskredit helfen. Diese können unter bestimmten Voraussetzungen beantragt werden, wobei sich die Höhe und Leistungsdauer je nach Student/in unterscheiden kann.

Bild: Kaarsten – Fotolia.com

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