Der neue Rundfunkbeitrag

9. Januar 2013

Studium

Der neue Rundfunkbeitrag Die Einführung des neuen Rundfunkbeitrags zum 1.Januar 2013 hat viele Menschen verwirrt und mit offenen Fragen zurückgelassen. Der neue Beitrag ersetzt die bisherigen Rundfunkgebühren, die von der GEZ (Gebühreneinzugszentrale) erhoben wurden und soll das System leichter verständlich und zudem gerechter machen – dennoch kann es vorkommen, dass einige Haushalte zukünftig mehr zahlen müssen. Doch was genau hat sich eigentlich geändert?

Der neue Rundfunkbeitrag – Was ändert sich?

Die wesentlichste Änderung besteht darin, dass zukünftig nur noch ein Beitrag pro Haushalt gezahlt werden muss – unabhängig davon, wie viele Personen in diesem Haushalt leben. Auch die Anzahl der vorhandenen TV-Geräte, Radios oder Computer spielt keine Rolle mehr. Pro Haushalt werden 17,98 Euro monatlich fällig. Für eine Befreiung können in der Regel nur finanzielle Gründe, das heißt soziale Bedürftigkeit, geltend gemacht werden. Auch taubblinde Menschen oder Empfänger von Blindenhilfe haben einen Anspruch auf Befreiung. Menschen mit Behinderung, die in ihrem Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen „RF“ verzeichnet haben, können nicht mehr komplett von der Beitragspflicht befreit werden, sondern zahlen zukünftig einen ermäßigten Beitrag von 5,99 Euro.

Wer spart mit dem neuen Rundfunkbeitrag? Wer zahlt drauf?

Während viele Menschen vom neuen Rundfunkgebührengesetz durchaus profitieren können, sind andere die Leidtragenden. Bewohner von WGs sparen ab dem 1.Januar 2013, da es hier bisher vorkommen konnte, dass die Rundfunkgebühr mehrfach gezahlt werden musste. Auch Kinder mit eigenem Einkommen, beispielsweise Studenten, die noch bei ihren Eltern leben, müssen zukünftig keinen gesonderten Rundfunkbeitrag zahlen. Es gibt jedoch auch Menschen, die zukünftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Wer beispielsweise gar keine Geräte zum Empfang bereit hält, muss nun dennoch zahlen. Auch Schwerbehinderte, die bisher keine GEZ-Gebühren zahlen mussten, zahlen nun einen ermäßigten Rundfunkbeitrag.

Der neue Rundfunkbeitrag: Zeitgemäßer, aber nur bedingt gerecht

Das neue Rundfunkgebühren ist durchaus zeitgemäßer, da sich die Höhe der Gebühren nicht mehr nach Anzahl der vorhandenen Geräte richtet. In Zeiten von Computern, Smartphones und Tablet-PCs ist diese Änderung durchaus sinnvoll. Dennoch gibt es Leidtragende des neuen Rundfunkgebührengesetzes, die zukünftig tiefer in die Tasche greifen müssen oder sogar verpflichtet sind für etwas zu zahlen, dass sie überhaupt nicht nutzen.

Bild: Thomas Jansa – Fotolia.com

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