Wo Geldquellen für Studenten sprudeln

4. September 2012

Studienfinanzierung

Foto: K.-U. Häßler - Fotolia.com

Mama und Papa – so heißen die spendabelsten Geldgeber während des Studiums. Rund 87 Prozent der Studierenden erhalten durchschnittlich 445 Euro pro Monat von ihren Eltern. Womit das Elternhaus die wichtigste Quelle der Studienfinanzierung ist, sagt das Deutsche Studentenwerk. Zinsen werden nicht erhoben. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren Nebenjobs und BAföG-Zahlungen. Wo vier weitere, unterschätzte Geldquellen sprudeln, steht hier.

Vier Quellen warten auf Studentenscharen

Das Deutsche Studentenwerk rechnet vor: Zwölf Semester kosten hierzulande mehr als 55.000 Euro, zehn Semester etwa 46.000 Euro und sechs Semester 28.000 Euro. Das Geld fließt mehrheitlich aus dem Elternhaus, Nebeneinkünften und BAföG-Ämtern. Es sprudelt aber auch aus Krediten, Fonds und Stipendien – folgende  Finanzquellen warten darauf, von Studentenscharen erschlossen zu werden:

1. Studienkredit

Der Kredit ist die klassischste Studienfinanzierung. Kreditgeber sind Großbanken, die bundesweit Kredite vergeben, etwa unter http://www.swkbank.de/, oder Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, die einen Kredit meist lokal begrenzt offerieren. Studierenden wird das Geld aus ihrem Kredit für Lebenshaltungskosten und Studiengebühren monatlich ausgezahlt, also anders als bei einem gewöhnlichen Kredit. Angebote unterscheiden sich bei Zinsen und Laufzeit. Wer nach einem Studienkredit sucht, wird rasch fündig. Eine Kredit-Recherche, die unbedingt auch Zinsen und Laufzeit ermittelt, ist unerlässlich.

2. Bildungskredit

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet einen Bildungskredit an. Anders als ein Studienkredit richtet er sich vor allem an Studierende, die ihr Studium beenden wollen, die Studienfinanzierung aber nicht hinbekommen. Beim Bundesverwaltungsamt beantragen sie den Kredit und erhalten bis zu 300 Euro monatlich, die maximal bis zum Ende des zwölften Semesters und bis zum 36. Lebensjahr ausgezahlt werden. Auf rund sechs Prozent belaufen sich die Zinsen, die während der Laufzeit bis zur Rückzahlungsphase gestundet werden.

3. Bildungsfonds

Private oder institutionelle Anleger investieren in Bildungs- oder Studienfonds. Sie finanzieren Studiengebühren, Lebenshaltungskosten und sogar Auslandssemester. Die Auszahlungssumme beträgt bis 40.000 Euro, wird in Monatshäppchen von maximal 1.000 Euro in der Laufzeit während des Regelstudiums ausgezahlt, meist ist auch ein weiteres Semester abgedeckt. Beim Berufsstart beginnt die Rückzahlung. Auch hier müssen Zinsen und Laufzeit vorab verglichen werden.

4. Stipendium

Zahlreiche Stiftungen, Vereine und auch der Staat verschenken Geld an Studenten. Leider schrecken Sätze wie: „überragende Studienleistungen werden erwartet“ viele Interessierte ab – ganz unnötig: Meist sind die Bewerberzahlen sehr gering und die zu verteilende Summe in den Stipendien-Töpfen sehr hoch. Derzeit wird diese Art der Studienfinanzierung hierzulande massiv ausgebaut. Informieren lohnt sich! Zinsen fallen weg – nur die Laufzeit wird vorab vereinbart.

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