Studentenkredite – das gilt es zu beachten

24. September 2012

Studienfinanzierung

StudentenkrediteBis zum Hochschulabschluss kostet ein Studium mehrere Tausend Euro. Doch nur die Wenigsten haben so viel  Geld zur Verfügung, zumal auch die Lebenshaltungskosten je nach Studienort unterschiedlich hoch ausfallen können.

Studienkredite: Diese Möglichkeiten gibt es

Spezielle Studienkredite werden seit 2005 angeboten. Gegenüber herkömmlichen Krediten, erfordert ein Studienkredit keine Sicherheiten. Er wird in monatlichen Teilbeträgen ausgezahlt. Die Gesamtsumme inklusive der Zinsen muss dann nach Beendigung des Studiums zurückgezahlt werden. Studienkredite bietet beispielsweise die KfW-Förderbank an. Studienbeitragsdarlehen stellen eine weitere Möglichkeit der Finanzierung dar. Die Konditionen dieser Darlehen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und beschränken sich auf die Dauer des Studiums. Ein Studienbeitragsdarlehen deckt lediglich die Kosten für die Studiengebühren ab. Ausgezahlt wird es einmal im Semester und muss nach Ablauf des Studiums zurückgezahlt werden. Sicherheiten sind nicht erforderlich. Ein sogenannter Bildungskredit, der maximal 7.200 EUR beträgt, könnte eine Ergänzung zum BAföG sein. Die Konditionen ähneln denen der Studienkredite. Ein Bildungskredit kann auch für Auslandsaufenthalte oder Praktika während des Studiums verwendet werden. Beantragt werden kann er nach einer abgelegten studiengangspezifischen Prüfung oder einer Zwischenprüfung. Mit der Rückzahlung muss erst vier Jahre nach der ersten Zahlung begonnen werden.

Vor- und Nachteile von Studentenkrediten

Der wichtigste Vorteil derartiger Kredite besteht in der finanziellen Absicherung für die Dauer des Studiums. Sowohl die Kosten für Lebensunterhalt und Miete als auch für Studienreisen, Lehrmittel und Studiengebühren sind damit abgedeckt. Das Einkommen und Vermögen der Eltern spielt keine Rolle. Zusätzlich zum Studienkredit kann man auch noch BAföG beantragen. Die Zinsen sind in der Regel festgeschrieben. Der frei wählbare, monatliche Auszahlungsbetrag liegt zwischen 100 und 650 EUR. Zwei Mal im Jahr können außerplanmäßige Rückzahlungen von mindestens 100 EUR geleistet werden. Auch das Wechseln des Studienfaches in der Auszahlungsphase ist unproblematisch.

Vorsicht vor der Schuldenfalle

Ein nicht zu unterschätzender Nachteil eines Kredits ist die hohe Verschuldung. Bei einer ungünstigen Finanzierung können Tilgung und Zinsen schnell zur Schuldenfalle werden. Zu hohe Auszahlungsbeträge bringen meist auch variable und hohe Zinsen mit sich. Eine Stundung der Zinsen ist meist nicht möglich. Mit der Rückzahlung muss 1 bis 2 Jahre nach dem Studium begonnen werden. Eine vorzeitige Rückzahlung ist meist nicht möglich, zudem fallen Bearbeitungsgebühren an. Bei Beantragung eines Studienkredits darf man nicht älter als 31 Jahre sein. Um das Studium nicht aus finanziellen Gründen abbrechen zu müssen, sollte man sich vor Studienantritt gut über die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten informieren.

Image: lightpoet – Fotolia

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