Pro und Contra der Studienfinanzierung per Kredit

28. August 2013

Studienfinanzierung

Wer ein Studium aufnehmen möchte, sollte sich rechtzeitig Gedanken über die Möglichkeiten der Studienfinanzierung machen. Wer kein BAföG oder nicht genügend Unterhalt bekommt, hat seit einiger Zeit die Chance, einen Kredit zur Studienfinanzierung aufzunehmen.

Welche Voraussetzungen müssen für einen Studienkredit erfüllt sein?
Ein Studienkredit wird von nahezu jeder deutschen Bank oder Sparkasse angeboten. Obwohl die Konditionen zum Teil sehr unterschiedlich sind, weisen sie dennoch einige Gemeinsamkeiten auf. Der Kreditnehmer muss an einer staatlich anerkannten Hoch- oder Fachschule eingeschrieben sein und darf ein bestimmtes Höchstalter nicht überschreiten. Das Einkommen oder das Vermögen des Studenten beziehungsweise seiner Eltern spielt hingegen überhaupt keine Rolle. Die wichtigste Grundlage für einen Studienkredit ist eine positive Schufaauskunft. Ansonsten muss der Finanzierungsantrag abgelehnt werden.

Wie sind die Konditionen für einen Studienkredit?
Ein Studienkredit wird nicht in einem Betrag, sondern in monatlichen Teilbeträgen ausgezahlt. Dieses Geld soll den Lebensunterhalt des Studenten sichern und ihn weitestgehend unabhängig von Nebenjobs machen. So kann er sich voll auf sein Studium konzentrieren und schneller zu einem Abschluss kommen. Mit dem Ende des Studiums endet die monatliche Geldzahlung. Der Student hat allerdings noch etwas Zeit, bis er mit der Rückzahlung des Kredites beginnen muss. So kann er sich auf dem Arbeitsmarkt umsehen und eine Tätigkeit suchen, die seinen Fähigkeiten und seiner Ausbildung entspricht. Die Rückzahlung beginnt spätestens zwei Jahre nach dem Ende der Auszahlung. Die Höhe der monatlichen Kreditrate und die Laufzeit werden zwischen der Bank und dem Studenten vereinbart.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Studienkredit?
Es gibt verschiedene Faktoren, die für die Aufnahme eines Studienkredites sprechen. Durch die monatlichen Auszahlungen hat der Student genügend Geld zur Verfügung, um alle nötigen Rechnungen zu bezahlen und die Studienfinanzierung sicherzustellen. Dadurch werden Nebentätigkeiten überflüssig oder können zumindest stark eingeschränkt werden. Außerdem ist ein Studienkredit nicht an so strenge Vorgaben gebunden, wie dies beim BAföG der Fall ist.
Neben den zahlreichen Vorteilen gibt es einige Nachteile, die keinesfalls außer Acht gelassen werden sollten. So muss ein Studienkredit komplett zurückgezahlt werden, wobei Zinsen anfallen. Nicht jeder fühlt sich bei dem Gedanken wohl, seine berufliche Laufbahn mit einem Berg von Schulden zu beginnen, der jahrelang abgetragen werden muss.

Studienfinanzierung per Kredit will gut überlegt sein
Eine Kreditaufnahme stellt eine gute Möglichkeit dar, das Studium zu finanzieren. Hierfür müssen nur wenige Voraussetzungen erfüllt sein, wobei das Vermögen und das Einkommen außer Acht gelassen werden. Ein Studienkredit wird in monatlichen Teilbeträgen ausgezahlt und muss nach dem Ende des Studiums zurückgezahlt werden. Dafür können erhebliche Zinsen anfallen.
Die Entscheidung für einen Studienkredit sollte gut überlegt und keinesfalls leichtfertig getroffen werden.

Bild: Tanatat Ariyapinyo

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