Mehr Geld für Studenten: Das Studium mit einem Kredit finanzieren

2. Juni 2013

Studienfinanzierung

Der Artikel behandelt Studienkredite. Der Großteil deutscher Studenten kennt das Problem: Die Eltern können nicht das gesamte Studium finanzieren, das BAföG deckt nicht alle Kosten ab oder die Zeit reicht nicht für einen lukrativen Nebenjob. Da die Ausgaben deutscher Studierenden im Monat durchschnittlich 700 Euro betragen – in Großstädten noch mehr – bleibt für viele zur Finanzierung des Studiums oft nur der Rückgriff auf einen Kredit.


Vor der Kreditbeantragung: Bedarf checken

Bevor die Überlegungen zu einem Studentenkredit konkreter werden, muss der individuelle Bedarf errechnet werden. Dazu müssen grundlegende Aspekte und Rahmenbedingungen des Studiums geklärt sein:
– Wie lange ist die Regelstudienzeit?
– Wie hoch sind die monatlichen Ausgaben für Miete, Nebenkosten und Lebensmittel?
– Welche Kosten sind für Studienbedarfe einzurechnen (Bücher, Kopierkosten etc.)?
– Muss ein Auto oder der öffentliche Nahverkehr finanziert werden?
– Kommen zusätzliche Kosten für die Krankenversicherung auf?
– Welche finanziellen Mittel stehen zur Verfügung (Kindergeld, elterliche Unterstützung, BAföG)?
– Bleibt Zeit für einen Nebenjob?
Nach der Gegenrechnung von Ausgaben und Einnahmen lässt sich der monatliche Bedarf erkennen, der durch den Kredit abgedeckt werden muss. Diese Auszahlungshöhe sowie die voraussichtliche Kreditlaufzeit (Regelstudienzeit) ermöglichen die Auswahl konkreter Studentenkredite oder -darlehen.

Konditionen vergleichen: Höchstrate, Zinssatz und Rückzahlung

Kleinkredite, die für Studenten in Frage kommen, unterscheiden sich oft grundlegend. Der erste Punkt, der bei der Auswahl eines Kredits geprüft werden sollte, ist die monatliche Höchstrate. Diese kann zwischen 200 und 1000 Euro betragen und sollte daher den Rahmen des eigenen Bedarfs enthalten. Der zweite zentrale Aspekt eines möglichen Kredits ist der Zinssatz: Je nach Bank oder Anbieter kann der effektive Jahreszins zwischen 3 und 7 Prozent betragen, die entweder mit der Kreditrückzahlung fällig werden oder von der monatlichen Auszahlung abgezogen werden. Zu empfehlen ist dabei das Zinsen vergleichen auf www.kleinkredit.net. Schließlich ist noch essentiell, wann die Rückzahlung des Kredits anfällt: Teilweise müssen Leistungsnachweise des Studium erbracht werden, während die Tilgung dann entweder direkt nach Studienabschluss oder erst nach einer Karenzphase stattfindet. Je nach Anbieter kann der Kredit in kleinen Raten oder in einer Summe zurückgezahlt werden.

Kosten eines Studiums: hoch aber lohnenswert

Die Kosten, die während eines 6-semestrigen Bachelorstudiums anfallen, betragen durchschnittlich etwa 25 000 Euro. Fällt auf einmal das BAföG oder die elterliche Unterstützung weg, kann ein Kleinkredit die restliche Studienzeit überbrücken. Interessierte müssen sich vorher über grundlegende Aspekte wie Höchstraten, Zinssatz und Rückzahlungen informieren, um den passenden Kredit zu finden. Im Anschluss an die akademische Ausbildung zeigen sich oft Vorteile auf dem Arbeitsmarkt, die einen Studentenkredit zu einer lohnenswerten Entscheidung machen.


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