Kreditkarten nicht nur für Arbeitnehmer: Möglichkeiten für Schüler, Studenten und Arbeitslose

19. November 2012

Studienfinanzierung

Die Grundvoraussetzungen für die Ausgabe von Kreditkarten haben sich in den letzten zwanzig Jahren deutlich erleichtert. Während früher ein überdurchschnittlich hohes Einkommen unabdingbar war, um eine Kreditkarte zu erhalten, setzen die beiden wichtigsten Kreditkartenunternehmen in Deutschland heute nicht mehr als ein festes Einkommen voraus. Und auch hier sind Ausnahmen möglich.

Die leichte Überprüfbarkeit

Der wichtigste Grund für die heute vereinfachte Ausgabe einer Kreditkarte besteht in der leichten Überprüfbarkeit ihrer Nutzung. Der elektronische Zahlungsverkehr ermöglicht die sofortige Prüfung des Verfügungsrahmens, so dass Arbeitnehmern mit einem geringen Einkommen ein angemessener Nutzungsrahmen eingeräumt werden kann. Dieses Prinzip machen sich einige Unternehmen auch bei Studentenkreditkarten zunutze. Sie geben die entsprechenden Karten an Schüler und Studenten aus, wobei sie diese mit einem geringen Verfügungsrahmen ausstatten. Als Voraussetzung erwarten sie neben der für die Ausgabe einer traditionellen Kreditkarte vom Gesetzgeber ohnehin geforderten Volljährigkeit entweder den Erhalt der staatlichen Ausbildungsförderung oder eine entsprechende monatliche Unterstützung durch die Eltern. Nicht zuletzt dient die Ausgabe einer Kreditkarte an Studierende der langfristigen Kundenbindung.

Auch Arbeitslose können eine Kreditkarte erhalten

Wenn Kunden arbeitslos werden und bereits eine Kreditkarte besitzen, fordert die Kreditkartengesellschaft diese üblicherweise nicht zurück, sofern der Kreditkartennutzer weiterhin seine Verpflichtungen ordnungsgemäß erfüllt. Die Neubeantragung einer Kreditkarte gestaltet sich für Arbeitslose hingegen weitgehend schwieriger, da der Arbeitgeber und die Höhe des Einkommens auf den meisten Antragsformularen angegeben werden muss. Für die Richtigkeit der Daten verlangen die Unternehmen in der Regel keine Belege, dennoch können falsche Angaben bei späteren Zahlungsschwierigkeiten zu rechtlichen Konsequenzen führen. Eine Alternative zur traditionellen Kreditkarte stellt die Prepaid-Variante dar. Eine Prepaid-Kreditkarte für Arbeitslose bietet den zusätzlichen Vorteil der Ausgabenkontrolle, da ihr Nutzer nicht mehr Geld ausgeben kann, als er vorher auf das Kartenkonto eingezahlt hat.

Auf die Kosten achten

Je nach Anbieter ist die Kreditkarte kostenlos oder mit einem jährlichen Grundentgelt verbunden. Bei einem Kostenvergleich von Kreditkarten sollten  Nutzer außer auf das Jahresentgelt auch auf die Kosten für Barauszahlungen und die Kartenzahlung außerhalb des Euro-Währungsraumes achten. Prepaid-Kreditkarten unterscheiden sich zusätzlich in der Verzinsung eines auf dem Prepaidkartenkonto vorhandenen Guthabens, wobei viele Kartenausgeber ihren Kunden keine Zinsen auszahlen.

Foto: michanolimit – Fotolia

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