Die GEZ Befreiung für Studenten

23. Januar 2012

Studienfinanzierung

GEZ Befreiung für Studenten Die GEZ ist von vielen Mitbürgern gefürchtet. Egal wie viele Fernseher oder Radios in einem Haushalt genutzt werden, egal wie viele Personen dort wohnen: Die findigen Kontrolleure der GEZ bekommen alles heraus. Denn jede Person, die im Haushalt wohnt, ist verpflichtet, sämtliche Geräte, die genutzt werden können, anzumelden. Doch es gibt auch Ausnahmen – für Studenten beispielsweise.

Befreiung für Studenten möglich

Um finanziell schwächere Glieder der Gesellschaft zu entlasten, sind einige Gruppen von der Zahlung der Rundfunkgebühren ausgenommen: Dazu zählen beispielsweise Empfänger von Harz IV, Schüler oder Behinderte. Auch für Studenten ist es möglich, sich von den Fernseh- und Rundfunkgebühren zu befreien. Voraussetzung ist allerdings, dass eine Befreiung bei dem Sozialamt der zuständigen Gemeinde oder Stadt beantragt wird. Um eine solche Befreiung zu erhalten, reicht aber nicht alleine der Nachweis über das Studium aus. Für die Gebührenbefreiung vorgelegt werden muss eine Immatrikulationsbescheinigung, ein Nachweis über BAföG oder sonstige Einkommen, wie auch Nebenjobs, eine Kopie des aktuellen Mietvertrags sowie ein Beitragsnachweis der Krankenkasse. Darüber hinaus muss noch nachgewiesen werden, dass Beiträge zu Krankenkasse bezahlt werden. Außerdem sollte das Schreiben der GEZ mitgeführt werden, weil sich darauf auch die Registrierungsnummer der GEZ befindet. Sollten bereits Geräte angemeldet sein, sollten diese bei dem Antrag unbedingt aufgeführt werden, damit es nicht zu Unklarheiten kommt. Der Antrag sollte rechtzeitig gestellt werden, weil die Bearbeitung in einigen Fällen recht viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Wer weiß, wo er studieren möchte und die benötigten Unterlagen bereits zusammen hat, kann seinen Antrag auch vorsorglich stellen.

Befreiung muss jährlich erneuert werden

Die weitverbreitete Meinung, eine Befreiung sei nur dann für Studenten möglich, wenn auch BAföG bezogen wird, ist hingegen falsch. Auch wer beispielsweise von seinen Eltern Unterhalt erhält und die Höhe dabei die BAföG-Sätze nicht überschreitet, muss die Gebühren in aller Regel nicht zahlen. Denn das Sozialamt betrachtet die Höhe des Haushaltseinkommens – und die nicht die Herkunft. Wichtig dabei: Die Befreiung ist nicht bis auf Weiteres ausgestellt, sondern jeweils nur ein Jahr gültig. Danach müssen die Dokumente erneut für eine weitere Befreiung eingereicht werden. Allerdings verschickt die GEZ rechtzeitig zum Auslaufen der Befreiung eine Erinnerung.

Bild: roxcon – Fotolia.com

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