Schufa

7. Februar 2012

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Schufa Die Bezeichnung Schufa steht für die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Die Geschäftszahlen der Schufa sind beeindruckend. Die Schufa hat Daten von mehr als 65 Millionen Deutschen gespeichert. Es werden jährlich rund 100 Millionen Abfragen zur Bonität von Verbrauchern und Firmen bei der Schufa gestellt. Seitdem die Möglichkeit für Privatleute besteht, einmal jährlich die eigenen gespeicherten Daten kostenlos abfragen zu können, haben bisher bereits mehr als 1,5 Millionen Menschen davon Gebrauch gemacht.

Sicherheit in allen Geldangelegenheiten

Die Schufa Holding AG mit Sitz in Wiesbaden wird von der deutschen Kreditwirtschaft finanziert. Seit 2010 wird die Schufa vom ehemaligen Hamburger Finanzsenator Michael Freytag geführt. Das Unternehmen verfolgt bei seiner Tätigkeit zwei grundlegende Ziele. Zum einen schützt sie die Kreditgeber vor nicht zahlungsfähigen Schuldnern. Zum anderen werden Kreditnehmer vor der eigenen Überschuldung bewahrt.

Wie bereits vorher erwähnt, hat jeder Verbraucher das Recht, seine Schufa Daten einmal pro Jahr kostenlos zu überprüfen. Dieses kann er auf dem herkömmlichen schriftlichen Weg oder auch über das Internet erledigen. Von dieser Option sollte jeder Gebrauch machen, denn in nicht wenigen Fällen sind die gespeicherten Daten entweder veraltet oder schlichtweg falsch. Mittlerweile ist es nicht unüblich, dass Vermieter bei der Vergabe einer Wohnung eine Schufa Auskunft über die Interessenten einholen. Es wäre sicherlich sehr schade, wenn es zu einer Absage käme, nur weil die Schufa Daten falsch oder nicht aktuell sind. In dem Fall können die Informationen auf Antrag und mit den entsprechenden Belegen korrigiert oder gelöscht werden.

Das Prinzip ist einfach

Um von der Schufa Auskünfte zu bekommen, muss zuvor ein Vertrag gezeichnet werden. Die Schufa errechnet für jeden gespeicherten Verbraucher einen Score-Wert. Dieser Wert liegt zwischen der Ziffer 1 und der Zahl 100. Der Score wird anhand von statistischen Rechenmethoden basierend auf den unterschiedlichen Daten bestimmt. Je höher der Wert desto größer das Risiko, dass ein Gläubiger sein verliehenes Geld inklusive der Zinsen nicht zurück erhält. Die beim Score zugrunde gelegten Daten unterscheiden sich allerdings je nach Abfragegrund. Eine Bank ist zum Beispiel an einer anderen Informationsbasis als ein Mobilfunkanbieter interessiert. Bei der Beurteilung der Zahlungsfähigkeit wird in erster Linie ein Zeitraum von 15 Monaten berücksichtigt. Dabei kann der Score-Wert nur die Wahrscheinlichkeit aber niemals die Wirklichkeit vorhersagen.

Bild: Stiefi – Fotolia.com

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