Private Krankenversicherung

7. Februar 2012

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Privaten Krankenversicherung Mit Studienbeginn müssen sich Studenten selbst versichern und haben dabei die Qual der Wahl. Krankenkassen und Private Krankenversicherer bieten oft spezielle preisgünstige Studenten-Tarife an, um so schon potenziell gut verdienende Kunden für die Zukunft zu binden.
Ob eine Private Krankenversicherung aber sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Unterschiedliche Systeme der Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenkassen finanzieren sich durch das so genannte Umlageverfahren als Solidargemeinschaft, d.h. die Beiträge werden einkommensabhängig von allen Sozialversicherungspflichtigen eingezogen und aus dieser Summe werden die Krankheitskosten aller Versicherten bezahlt. Zu diesen Versicherten zählen natürlich auch chronisch Kranke, Rentner und beitragsfrei versicherte Familienangehörige, was sich auf die Beitragshöhe und den Leistungsumfang auswirken muss.
Im Gegensatz dazu werden die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung bestimmt durch das Eintrittsalter, den Gesundheitszustand und den gewünschten Versicherungsumfang. So ist es nachvollziehbar, dass gerade junge und gesunde Menschen erheblich Beiträge gegenüber der Krankenkasse sparen können. Voraussetzung: Der Gesundheitszustand muss in Ordnung sein.

Vorteile der Privaten Krankenversicherung

Neben der Beitragshöhe sind natürlich die variablen Tarife einer Privaten Krankenversicherung interessant. Je nach individuellen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten kann man sich von Basis-Leistungen, die sich an den Krankenkassen orientieren, bis hin zur Chefarztbehandlung und Privatklinik ein Paket zusammen stellen. Grundsätzlich können sich Privatpatienten ihren Arzt selbst aussuchen, bei manchen Tarifen ist aber das Hausarztprinzip (Überweisung vom Hausarzt holen) zu beachten. Die Abrechnung für die Ärzte erfolgt nicht nach Fallpauschalen wie in der Gesetzlichen Krankenversicherung, sondern nach der Gebührenordnung für Ärzte oder Zahnärzte und bringt ein höheres Honorar ein.
Die Studententarife der Privaten Krankenversicherer sind kompakt, aber nicht luxuriös. Sie vereinen einen soliden Versicherungsschutz mit niedrigen Beiträgen. Mit Abschluss des Studiums steht dann wieder eine Wahl an, entweder kann bei Berufseintritt die Private Krankenversicherung fortgeführt werden, wenn z.B. klar ist, dass das Einkommen in absehbarer Zeit die Versicherungspflichtgrenze überschreiten wird, oder es ist ein Wechsel in eine Krankenkasse angesagt.

Für Studenten bietet sich mit Studienbeginn der Eintritt in eine Private Krankenversicherung an, die mit günstigen Beiträgen und umfangreichen Leistungen erhebliche Vorteile bietet. Wichtigste Voraussetzung ist der Gesundheitszustand, denn Vorerkrankungen können zu Ablehnungen oder Risikozuschlägen führen.
Studenten haben so die Möglichkeit, in jungen Jahren preiswert einzusteigen und die Privilegien der Privaten Krankenversicherung auch auf Dauer genießen zu können.

Bild: Stefan Germer – Fotolia.com

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