Praxissemester

11. Juni 2012

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Praxissemester Nichts ist besser, nichts ist in einer Ausbildung erfolgreicher als die Verbindung von Theorie und Praxis. Deshalb hat sich das Praxissemester inzwischen als Bestandteil des Studienganges etabliert und wird durch Studenten auch äußerst gern genutzt.

Im Praxissemester Kontakte knüpfen

Vor Jahren noch lief das Studium in der Regel so ab, dass Studenten viele Semester an ihrer Universität verbrachten. Wurden sie nach Abschluss ihrs Studiums in die Praxis entlassen, dann standen sie oft vor einem schier unlösbaren Problem – sie hatten es schwer, sich in der Praxis zu behaupten, weil ihnen die notwendigen Kenntnisse fehlten. Inzwischen haben Politik und Bildungseinrichtungen reagiert. Seit einigen Jahren schon zählt das Praxissemester zu den Pflichtbestandteilen eines Hauptstudiums. Die Idee ist so simpel wie überzeugend: Ein Praxissemester soll helfen, Studenten die notwendigen Einblicke in die Wirtschaft, in die Arbeit an einer schule oder die Funktion der öffentlichen Verwaltung zu geben. Was gelegentlich einfach als Praktikum bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit viel mehr. Die Studenten können für die Zeit des Praxissemesters in den Unternehmen mitarbeiten, können Verantwortung für ein Teilprojekt übernehmen und auf diese Weise lernen, wie sich Teams zusammensetzen, wie Prozesse geführt und Herausforderungen gemeistert werden. Obwohl in der Zeit des Semesters extern tätig, werden die Studenten weiter durch einen Professor betreut. Finden Studenten keine Stelle, können sie das Praxissemester im Ausnahmefall auch an der Universität durchführen – allerdings ist das die absolute Ausnahme, denn die Idee, Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen, wird damit ja nicht realisiert.

Sehr differenzierte Regelungen

In der Praxis sehen die Regelungen in den einzelnen Bundesländern höchst unterschiedlich aus und sollten deshalb vor Ort mit dem wissenschaftlichen Personal besprochen werden. Generell ist es für die Studenten verpflichtend und findet eher am Ende des Hauptstudienganges statt. Möglich ist die Blockform als die durchaus übliche Form – schließlich soll ja ein kompaktes Modell genutzt werden, um in Unternehmen Fuß zu fassen. Darüber hinaus gibt es aber auch sogenannte Modulformen. Lässt sich die Abwicklung des Praxissemesters nicht in Blockform verwirklichen, können auch geteilte Module während eines Semesters genutzt werden – eine Form, die oftmals in studientechnischen Zusammenhängen begründet liegt. Aufgrund der Hochschulautonomie kann jede Einrichtung selbstständig entscheiden, so dass es auch in diesem Fall sinnvoll ist, das Gespräch direkt vor Ort und damit eine optimale Lösung zu suchen.

BIld: Robert Kneschke – Fotolia.com

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