Master

3. Februar 2012

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Gruppe beim LernenDer Master ist der zweite akademische Grad, der im Rahmen eines mehrstufigen Studienverlaufs von Hochschulen verliehen wird. Ein Masterstudiengang kann nach dem erfolgreichen Beenden eines Bachelorstudiengangs aufgenommen werden. Alternativ müssen angehende Studierende in Masterstudiengängen vergleichbare Studienabschlüsse vorweisen können.

Besonderheiten der Masterstudiengänge in Deutschland

In Deutschland wurden Masterstudiengänge mit der Umstellung der Studiengänge von Diplom- oder Magisterstudiengängen auf Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt. Ein Masterstudiengang wird mit einer Regelstudienzeit von zwei bis vier Semestern, abhängig vom Studiengang, angesetzt. Der akademische Titel des Masters wird dem Abschluss eines Diplom- oder Magisterstudiengangs gleichgesetzt.

Im Gegensatz zum Verfahren in einigen anderen Ländern kann in Deutschland kein nicht-konsekutiver Masterstudiengang nach Abschluss des Bachelorstudiums aufgenommen werden. Bei einem nicht-konsekutiven Masterstudiengang muss kein inhaltlicher Bezug zum Bachelorstudium gegeben sein. In Deutschland können nur konsekutive oder auch weiterbildende Masterstudiengänge studiert werden. Konsekutive Masterstudiengänge bauen auf den Inhalten des Bachelorstudiengangs auf. Durch den starken inhaltlichen Bezug eines konsekutiven Masterstudiengangs auf den Bachelorstudiengang wird die Auswahl eines geeigneten Masterstudiums in Deutschland teilweise stark eingeschränkt, da nicht jede Hochschule die im Bachelorstudium erbrachten Leistungen anerkennen kann. Konsekutive Bachelor- und Masterstudiengänge dürfen eine Gesamtregelstudienzeit von zehn Semestern nicht überschreiten. Weiterbildende Masterstudiengänge können nach einem qualifizierten Hochschulabschluss und dem Nachweis entsprechender berufspraktischer Erfahrung absolviert werden.

Aufbau und Bezeichnungen der Masterstudiengänge

In Deutschland sind die Bachelor- und Masterstudiengänge nach den Beschlüssen des Bologna-Abkommen aufgebaut. Dies soll eine bessere Vergleichbarkeit der Studienleistungen und einen leichteren Hochschulwechsel ermöglichen. Doch diese Regelungen schränken auch die Wahlmöglichkeiten eines Masterstudiengangs oder der Hochschule stärker ein als in den Ländern, die nicht an das Bologna-Abkommen gebunden sind. Wie das Bachelorstudium wird auch das Masterstudium in Module unterteilt, die mehrere Lehrveranstaltungen mit einem Lehrziel beinhalten. Der Arbeitsaufwand pro Semester wird in Leistungspunkten, sogenannten Credits, dargestellt. Normalerweise sollten ca. 30 Leistungspunkte pro Semester erbracht werden.

Die genaue Bezeichnung des Mastertitels hängt vom erfolgreich absolvierten Studiengang ab. In Deutschland sind diese Bezeichnungen am häufigsten: Der Master of Arts (M. A.), der in der Regel für den Abschluss eines sozial- oder geisteswissenschaftlichen Studium vergeben wird, der Master of Science (M. Sc.) für ein naturwissenschaftlich orientiertes Studium und der Master of Laws (LL. M.). Sofern nicht durch den Master of Science abgedeckt, wird auch der Titel Master of Engineering (M. Eng.) an Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Masterstudiengänge verliehen.

Bild: Robert Kneschke – Fotolia.com

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