Konsekutive Studiengänge

1. März 2012

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Konsekutive Studiengänge Die konsekutiven Studiengänge sind seit Bologna die Regel in Europa
Die Konsekutivität der europäischen Studiengänge ist seit Bologna ein Programmschwerpunkt. Die Studienabschnitte eines konsekutiven Studienganges sollen inhaltlich aufeinander aufbauen. Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss, das grundständige Studium. Der Master ist das anschließende postgraduale Studium.

Aufbau der europäischen Studiengänge

Ein konsekutiver Studiengang ist ein aus aufeinander aufbauenden Abschlüssen bestehender Studiengang, der inhaltlich aufeinander abgestimmt ist und einen fachlichen Zusammenhang hat. Als klassischer konsekutiver Studiengang galt daher die Medizin, wie auch das Jurastudium. Im Laufe der Bachelorumstellung haben, durch die Modularisierung, nun viele Studiengänge ein konsekutives Modell. Erst der Bachelor ermöglicht den Master. Etwa neun von zehn Masterstudiengängen sind in Europa konsekutiv. Auch den Bachelor- und Masterteil kann man jeweils als konsekutiv bezeichnen, da hier die Module, in die jene unterteilt sind, ebenfalls konsekutiv aufgebaut sind. Das meint, zuerst müssen die Grundmodule und dann die Spezialisierungsmodule absolviert werden. Einige Ausnahmen erweitern die Möglichkeiten. So gibt es oft mehrere Spezialisierungsrichtungen im Bachelor und Master, wobei schon spezielle Module am Anfang des Bachelors über spätere Masterspezialisierungen entscheiden können. Wie sehr konsekutiv, also aufeinander aufbauend, ein Studiengang bis zum Abschluss mit dem Master ist, hängt von der Universität ab.

Auswirkungen der Konsekutivität

Die europäischen Studiengänge sind seit Bologna miteinander vergleichbar. Studenten können sich Leistungen akkreditieren, also anrechnen, lassen. So können an einer anderen Universität, in einem anderen Land, die Leistungen angerechnet werden und gegebenenfalls das Studium ohne Verzug fortgesetzt werden. Allerdings hat die Konsekutivität der europäischen Studiengänge im Detail auch Auswirkungen auf die einzelnen Möglichkeiten, die sich jedem Studierenden bieten. Ein, an einer Universität angebotener Studiengang der Archäologie, zum Beispiel, wird in auch Kiel mit einem Schwerpunkt in maritimer Archäologie angeboten. In München wäre diese Spezialisierung weniger sinnvoll und würde teilweise auch nicht voll angerechnet werden bei einer Akkreditierung. Um für einen Master zugelassen zu werden, wird einer der grundständigen akademischen Grade benötigt. Die möglichen Bachelorgrade sind abhängig von der Studienart und bestimmen die möglichen Mastergrade, die noch erlangt werden können. Ein Bachelor of Arts, durch ein Deutsch Studium, ermöglicht beispielsweise nicht den Zugang zu einem naturwissenschaftlichen Masterstudiengang, der mit dem Master of Science abschließt.

Bild: richterfoto – Fotolia.com

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