Infoscore-Auskunft

3. Februar 2012

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Infoscore-Auskunft Die Bezeichnung der Infoscore-Auskunft leitet sich ab aus dem Namen eines Unternehmens und dem Rechtsanspruch des anfragenden Menschen, der gemäß den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes einmal im Jahr eine kostenlose Auskunft über die von ihm gespeicherten Daten anfordern kann. Für viele Menschen ist Kreditrating beinahe etwas Hoheitliches, da es doch über die Vergabe eines Kredites oder auch die zuz berechnenden Zinsen entscheiden kann. Dennoch ist arvato infoscore aber ein Unternehmen der Bertelsmann-Gruppe und darf keinerlei hoheitlichen Rechte ausüben.

Die Funktionsweise der Infoscore-Auskunft

Wer genaue Auskunft über seine Daten erhalten will, der sendet am besten einen eingeschriebenen Brief an das Unternehmen arvato infoscore, Rheinstraße 99, 76532 Baden-Baden. Dann ist die Anfrage nach Selbstauskunft rechtsverbindlich eingereicht und Sie haben auch eine Erinnerung an das Absendedatum. Natürlich muss der Brief Ihren Namen und Ihre Anschrift enthalten, damit arvato infoscore die Auskunft an Sie verschicken kann. Auch wenn arvato infoscore – ein Unternehmen der Bertelsmann Gruppe – gerne eine freiwillige Ausweiskopie anfordern möchte, sind sie dazu nicht berechtigt. Der § 34 BDSG spricht hier ausdrücklich von einem Recht auf Selbstauskunft und arvato infoscore ist keine staatliche Stelle oder Bank, die Ausweisrecht besitzen würden. Übrigens kommt trotzdem niemand an Ihre Daten oder die Daten Ihres Nachbars heran, denn der Brief mit der Auskunft wird an die gespeicherte Adresse geschickt. Wenn Sie diese erhalten haben, sollten Sie gründlich die einzelnen Angaben prüfen. Insbesondere wenn es sich um sog. Negativmerkmale oder angebliche Nichtzahlungen handelt.

Was beinhaltet die Auskunft?

Die Selbstauskunft ist identisch mit denjenigen Daten, die ein anfragendes und berechtigtes Unternehmen geliefert bekommen würde. Darin sind beispielsweise Ihr bisheriges Zahlungsverhalten enthalten und insbesondere auch unbezahlte Rechnungen, die zu einem Mahnverfahren geführt haben. Denn der Datenbestand dieses Unternehmens speist sich aus den Angaben von vielen Großunternehmen wie beispielsweise Versandhändlern oder Ratenkreditanbietern, die bisheriges Zahlungsverhalten weiterleiten. Neben bisherigen Zahlungsereignissen enthält die Auskunft auch einen Wahrscheinlichkeitswert für zukünftige Zahlungen. Dieser ist im Gegensatz zu den exakt nachvollziehbaren übrigen „harten“ Daten etwas umstritten, weil die genaue Berechnungsweise nicht bekannt gegeben wird.

Die Kundenbewertung kann zusätzlich gespeist werden aus Daten, die die Kunden zusätzlich angeben. Wer beispielsweise die sog. „Deutschland Card“ der Bertelsmann-Gruppe zum Punktesammeln nutzt und der Weitergabe der Daten zustimmt dessen Kundenprofil kann zusätzlich auch aufgrund des Einkaufsverhaltens bei den angeschlossenen Partnerunternehmen exakt beurteilt werden.

Wie sollte man mit falschen Daten umgehen ?

Der Weg zur Korrektur falscher Daten ist vergleichsweise einfach. Wenn Sie beispielsweise einen Streitfall mit einem der großen Versender gehabt haben, so sollten Sie dort anfragen und darum bitten, die übertragenden Daten bzw. die offene Forderung als bezahlt zu kennzeichnen. Somit würde sich das „Negativmerkmal einer Nichtzahlung“ verwandeln in ein Kundenkonto ohne Zahlungsrückstände. Erst wenn dies nicht funktionieren sollte, dann führt der nächste Weg mit Bitte um Klärung zu arvato infoscore. Denn arvato infoscore ist etwas reduziert gesprochen ein riesiger Datenspeicher und Datenverarbeiter und nicht etwa der Ursprung der vielleicht nicht korrekten Datensätze.

Bild: K.-U. Häßler – Fotolia.com

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