Erasmus Stipendium

29. März 2012

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Erasmus StipendiumDas Erasmus-Programm ist ein europäisches Hochschul-Austauschprogramm für Studenten und Dozenten. Das Programm will die Mobilität von Studenten und Lehrkräften fördern, ihren fachlichen und kulturellen Horizont erweitern, Fremdsprachen vermitteln und letztlich die Arbeitsmarktchancen der Teilnehmer erhöhen. Auch die Zusammenarbeit der Hochschulen im europäischen Forschungsraum soll durch Erasmus intensiviert werden.

Mobil in Europa mit Erasmus

Erasmus steht für European Action Scheme for the Mobility of University Students, will aber auch Erasmus von Rotterdam heraufbeschwören, einen in den Niederlanden, Frankreich, England und Italien ausgebildeten humanistischen Gelehrten und Theologen des 15./16. Jahrhunderts.
Am Erasmus-Programm nehmen alle Mitgliedsstaaten der EU teil, weiterhin können Aufenthalte in Norwegen, Island, Liechtenstein, der Türkei und seit Sommer 2011 auch in der Schweiz und Kroatien gefördert werden. In Deutschland setzt der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD das Erasmus-Programm um. Im Rahmen von Erasmus können Auslandsaufenthalte an europäischen Hochschulen sowie ausbildungsrelevante Praktika in europäischen Unternehmen stattfinden. Auch Kombinationen von Studium und Praktikum sind möglich.

Die im Ausland zu erbringenden Studienleistungen werden im voraus durch das ‚Learnung Agreement‘, eine Vereinbarung, die der Teilnehmer mit Heimat- und Gasthochschule abschließt, festgelegt. Dadurch ist ihre Anrechnung auf das Studium an der Heimatuniversität in der Regel gesichert. Anerkennung der während des Auslandsaufenthalts erbrachten Leistungen an deutschen Universitäten ist durch das European Credit Transfer System (ECTS) geregelt.

Der drei- bis zwölfmonatige Auslandsaufenthalt wird durch ein Erasmus-Stipendium aus EU-Mitteln unterstützt. Dieser sogenannte Mobilitätszuschlag beträgt maximal 300 Euro und wird nicht auf Bafög-Leistungen angerechnet.

Teilnahmevoraussetzungen

Die Teilnahme am Erasmus-Programm setzt voraus, dass die Universität, an der der Bewerber seit mindestens einem Jahr voll immatrikuliert ist, Mitglied der Erasmus-Charta der Europäischen Union ist. Chartamitglieder schließen bilaterale Vereinbarungen mit anderen europäischen Hochschulen ab. Das Auslandsstudium kann nur an einer dieser Partnerhochschulen stattfinden. Akademisches Auslandsamt oder Internationales Büro der Universität informieren über Partnerhochschulen und generall über alle Fristen und Bewerbungsformalitäten, nehmen die Bewerbungen entgegen und treffen die Auswahl unter den Kandidaten.

Es müssen Kenntnisse der Landessprache nachgewiesen werden; von englischen Hochschulen wird oft ein TOEFL-Test verlangt. Oft ist auch ein Motivationsschreiben gefordert, in dem der Bewerber schildert, warum er einen Auslandsaufenthalt anstrebt. Entscheidend bei der Auswahl der Erasmus-Kandidaten ist der Notendurchschnitt der eingereichten Leistungsnachweise.

Bild: contrastwerkstatt – Fotolia.com

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