BAföG

10. Februar 2012

B

BafögBAföG dient als Abkürzung für das sogenannte Bundes-ausbildungsförderungsgesetz, welches im SGB I Paragraph 68 verankert ist. Es sieht die finanzielle Förderung von Schülern aus Studenten vor, sofern diese ihrem Ausbildungswunsch ohne die Förderung nicht nachkommen könnten. Mit der Einführung des BAföG sollte damals vor allem die Chancengleichheit im Bildungswesen wieder hergestellt werden.

Höhe abhängig von persönlicher Lebenssituation

In Deutschland steht der Erhalt des BAföGs, aber auch die Höhe des selbigen, in direkter Korrelation zum Einkommen der Eltern. Somit sind Schüler oder Studenten nur dann in der Lage BAföG zu erhalten, wenn das gesamte Haushaltseinkommen der Eltern unter der aktuell festgesetzten Richtlinie korreliert. Zusätzlich wird auch das eigene Ankommen, sowie das Kindergeld, beim Anspruch auf BAföG mit verrechnet. Während das Bundesausbildungsförderungsgesetz in erster Linie für Studenten an Fachoberschulen und allgemeinen Hochschulen angedacht war, werden mittlerweile auch angehende Absolventen an Wirtschafts-, Berufs-, und Fachgymnasien durch das BAföG gefördert. Auch Auszubildende in einer rein schulischen Ausbildung können BAföG beantragen, wobei die Höhe hier im Gegensatz zum Studenten-BAföG stark begrenzt ist. Das direkte Ebenbild zum BAföG für Auszubildende in einer dualen Ausbildung stellt das BAB, die Bundesausbildungsbeihilfe, dar. Ähnlich wie beim BAB auch, ist das BAföG in der Regel an die erste Ausbildung gekoppelt. Das bedeutet dass Schüler oder Studenten, die bereits einmal in einer Ausbildung oder während eines Studiums BAföG empfangen haben, womöglich nicht am Förderprogramm für einen zweiten Karriereweg teilnehmen können.

Rückzahlung des BAföG nicht ausgeschlossen

Die Höhe des BAföG unterscheidet sich aber nicht nur ausschließlich nach der Höhe des Einkommens der Eltern, sondern auch nach der eigenen Wohnsituation, sowie dem Weg zum Ausbildungsort beziehungsweise der Hochschule. So kann der Student oder Schüler mehr Geld über BAföG erhalten, wenn er einen eigenen Haushalt unterhält, als wenn noch bei den Eltern gewohnt wird. Der gravierende Unterschied zwischen einem Schüler-BAföG und einem Studenten-BAföG ist dabei in erster Linie, dass das Studenten-BAföG als Kredit bereitgestellt wird. So müssen Akademiker nach Vollendung ihrer akademischen Laufbahn das BAföG entweder vollständig oder anteilig zurückzahlen. Empfänger vom Schüler-BAföG sind hingegen von dieser Rückzahlung befreit. Hier muss lediglich das BAföG zurückerstattet werden, wenn die Ausbildung oder die Schule für die das BAföG genehmigt wurde, vor Vollendigung abgebrochen wurde. Das BAföG wird beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung beantragt. Der Antrag benötigt in der Regel eine Bearbeitungszeit von 4 bis 12 Wochen.

Bild: toolklickit – Fotolia

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