ETF die neue Volksanlage der Schweiz

18. August 2013

Geldanlagen

Artikelgebend ist ETF - die neue Volksanlage der Schweiz. Ethische Anlagefonds leiden vermehrt unter einem skeptischen Publikum, stagnierenden Marktanteilen und mageren Geldzuflüssen. Viele Anlageberater sind der Meinung, dass in Zeiten wirtschaftlicher Krise und niedriger Renditen die meisten Anleger eher aussichtsreiche Gewinnchancen als Nachhaltigkeit beachten.


Nachhaltige Investments – gegenwärtige Situation

In der Schweiz werden circa 739 Milliarden Franken von diversen Finanzdienstleistern für nachhaltige Projekte im weiteren Sinn verwendet. Vermögensverwalter benutzen grobe Filtermethoden und schließen geächtete Güter wie beispielsweise Streumunition aus ihren Anlage-Strategien aus. Die ESG (environmental, social, governance)- Gesichtspunkte zumindest etwas zu berücksichtigen, gehört in der Anlagebranche zur Normalität. Der Ausschluss von Investments im Bereich Alkohol, Tabak, Atomkraft oder Gentechnik bezieht sich jedoch nur auf 31 Milliarden Franken.

Im Allgemeinen hält sich in der Finanzwelt und auch in der Börse eine Skepsis gegenüber dem Etikett Nachhaltigkeit. Bereits wurde der Nachweis erbracht, dass ethische Geldanlagen eine ähnliche Rendite wie konventionelle Anlagen erbringen. Trotzdem ist man zurückhaltend. Wo liegt das Problem?

Probleme im Bereich Nachhaltigkeitsfonds

Viele Anleger stellen sich die Frage, ob sich aktives Fondsmanagement lohnt oder ob eine passive Strategie sowie passive Investments die bessere Wahl sind. Bei diesen Überlegungen verschiebt sich das Problem der nachhaltigen Investments auf eine eher technische Ebene. Allgemeine Standards, ein breit akzeptierter Index und dazugehörige ETF Produkte fehlen. Man arbeitet zwar in Branchenforen daran, die Nachhaltigkeitsanalysen einheitlicher zu gestalten. Jedoch zeichnet sich noch kein Durchbruch ab. Wahrscheinlich liegt der Grund darin, dass Fonds Nachhaltigkeitsaspekte integrieren, aber das erforderliche Label weglassen. Außerdem beschäftigt sich die Industrie mit einer weiteren Strategie namens „Integration“, die eine tiefere Verschmelzung von Ethik und Finanz erreichen will. ESG-Kennzahlen werden gezielt verwendet, um die Gewinne der Investment-Portfolios vorherzusagen.

Neue Strategie auch in der Schweiz

Fast alle Schweizer Anbieter wie auch die Volkanlage Schweiz verwenden die Strategie Integration in verschiedenen Formen. Auch in der Statistik ist dieser Trend zu erkennen. Die Menge der Gelder, die integrativ verwaltet wurden, nahm in der Schweiz im letzten Jahr von neun auf zwanzig Milliarden Franken zu. Der traditionelle Best-in-Class-Ansatz wurde statt mit 28 nur noch mit 25 Milliarden berücksichtigt.


Bild: Yong Hian Lim – Fotolia

, ,

Kommentare geschlossen