Ein Aktiendepot anlegen: Das sollten Studenten wissen

24. Mai 2014

Geldanlagen

Taschenrechner, Aktienkurse und KugelschreiberViele denken, dass sich ein Aktiendepot nur für gesetztere Menschen mit einem großen Vermögen empfiehlt. Doch das stimmt nicht: Auch Studenten mit kleinerem Budget können von den attraktiven Renditechancen profitieren. Sie sollten sich zuvor nur eingehend damit auseinandersetzen.




Auch Studenten und Auszubildende können schon in Aktien investieren

Zuerst sollte man sich mit den grundlegenden Mechanismen des Börsenhandels auseinandersetzen. Wer Aktien und andere Wertpapiere erwerben will, benötigt dafür ein Depot. Dort verwahrt man die virtuellen Anteilsscheine, zugleich werden dort die Käufe und Verkäufe durchgeführt. Studierende mit knappem Budget sollten sich einen preisgünstigen Anbieter auswählen, dabei verdienen die Kosten in zweierlei Hinsicht Beachtung:

  • Depotgebühren: Diese fallen für das bloße Führen des Depots an. Insbesondere Onlinebanken verlangen aber häufig nichts. Manche Institute bieten auch speziell für Studenten kostenlose Depots.
  • Kosten für Kauf und Verkauf: Diesem Punkt kommt besondere Bedeutung zu, jede Bank fordert dafür Geld. Die Gebühren berechnen sich meist prozentual am Wert, wobei aber eine Mindestgebühr anfällt. Studierende, die in der Regel niedrige Umsätze tätigen, sollten vor allem auf diese Mindestgebühr achten. Bei manchen Anbietern zahlt man pro Transaktion 15 Euro, bei anderen nur 5 Euro.

 

Eine kluge Anlagestrategie wählen

Auch nach der Depoteröffnung sollte nicht sofort ein erster Aktienkauf erfolgen. Wer ohne Grundwissen in den Handel einsteigt, kann viel Geld verlieren. So sollten Studenten die verschiedenen Arten von Aktien kennen. Es gibt zum Beispiel Blue Chips, Mid Caps und Small Caps. Bei Blue Chips handelt es sich um Großkonzerne mit einem hohen Börsenwert, bei Mid Caps und Small Caps um mittlere und sehr kleine Aktiengesellschaften. Anfänger sollten eher auf Blue Chips setzen, zum Beispiel auf DAX-Unternehmen: Diese zeichnen sich meist durch eine größere Stabilität aus, bei kleineren Firmen kann es dagegen zu massiven Kursschwankungen kommen. Ein weiterer Unterschied besteht zwischen konservativen und spekulativen Aktien.

  • Konservative Papiere: etablierte Unternehmen, die bereits Geld verdienen. In der Regel schütten diese jedes Jahr Dividende aus, die Kursentwicklung verläuft tendenziell stabil.
  • Spekulative Papiere: Solche Gesellschaften haben bisher meist nur eine interessante Geschäftsidee, welche später hohe Gewinne einbringen soll. Bei Erfolg kann es hohe Kurssteigerungen geben, andernfalls müssen Aktionäre starke Kursverluste hinnehmen.

Umfassend über Aktien informieren

Auf Basis dieses Wissens können Studierende einzelne Aktien ins Visier nehmen und abwägen, ob ein Unternehmen die Investition lohnt. Dazu können sie zum Beispiel Einschätzungen in Wirtschaftsmagazinen lesen oder Börsenberichte im Fernsehen verfolgen – das aktuelle TV Programm gibt es hier. Alternativ zum Kauf einzelner Aktien können sie sich für Investmentfonds entscheiden: Mit einer solchen Anlageform investieren sie in mehrere Aktien, verwaltet von einem Fondsmanagement.

Foto: Mark Bohmeier – Fotolia



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