Dispo oder Kleinkredit? Wo liegen die Vor- und Nachteile

30. Januar 2014

Geldanlagen

Dispo oder Kleinkredit? Wo liegen die Vor- und NachteileWenn finanzielle Engpässe auftreten, bestehen zwei grundsätzliche Möglichkeiten, diesen Bedarf zu decken. Die Nutzung des Dispokredites oder die Aufnahme eines Kleinkredites – welches ist die bessere Lösung?

Welche Vor- und Nachteile hat der Dispo?

Wenn es finanziell eng ist oder aber eine größere Reparatur oder Anschaffung ansteht, dann ist die Nutzung des Dispokredites die schnellste und einfachste Möglichkeit, um sich finanzielle Liquidität zu verschaffen und vor allem schnell zu reagieren. Sowohl Sonderangebote im Handel, eine dringend erforderliche Reparatur oder auch anderer finanzieller Bedarf lassen sich durch den von der Bank eingeräumten Dispositionskredit für das Girokonto schnell und einfach befriedigen. Es bedarf keines Termins bei der Bank, keiner Anträge und Genehmigungen, denn das Geld steht immer und jederzeit zur Verfügung.

Der große Nachteil des Dispokredites liegt allerdings in den Kosten, die er verursacht. Der Dispo zählt zu den teuersten Krediten überhaupt und deshalb sollte er mit Bedacht, nur für einen kurzen Zeitraum und keinesfalls über das gewährte Kreditlimit hinaus genutzt werden.

Der Kleinkredit: Vorzüge und Nachteile

Der Kleinkredit ist heute bei jeder niedergelassenen Bank oder auch Direktbank ohne großen Aufwand erhältlich. Ein Antrag, dazu Liquiditätsnachweise in Form von zwei oder drei aktuellen Einkommensnachweisen sowie eine Schufa-Prüfung reichen aus, um schnell zum gewünschten Geld in finanziellen Engpässen zu gelangen. Die Banken stehen in starkem Wettbewerb, deshalb sind die Konditionen für Kunden auch besonders reizvoll und es werden zudem viele Anreize – beispielsweise die einmal jährliche Zahlungspause für eine Rate – angeboten, um Kunden zu gewinnen.
Allerdings bedeutet die Aufnahme eines Kleinkredites auch immer einen Kreditvertrag – und dieser muss zunächst abgewickelt werden, bevor das Geld zur Verfügung steht. Das kann auch bei schneller Bearbeitung schon einmal eine Woche in Anspruch nehmen.

Was ist wann sinnvoller?

Es stellt sich also die Frage: Dispokredit oder kleiner Kredit? Generell ist die Abwägung, ob eher der Dispokredit genutzt werden soll oder ob ein Kleinkredit die bessere Lösung ist, ziemlich einfach. Besteht kurzfristiger Geldbedarf und ist es auch möglich, den Kredit in kurzer Zeit wieder zu tilgen – beispielsweise durch berufliche Sonderzahlungen oder die Auflösung eines Sparvertrages – ist der Dispo eine gute Lösung. Wenn allerdings längere Zeit benötigt wird, um den aufgenommenen Kredit wieder zu tilgen, dann ist der Kleinkredit die kostengünstigere Variante der Kreditaufnahme. Durch die vertragliche Vereinbarung werden hier feste Rückzahlungen und auch fixe Kosten veranschlagt. Der Dispo ist eher für die kurzfristige Überbrückung von finanziellen Engpässen die unkomplizierte, aber teure Lösung.

Dispo oder Kleinkredit – die anfallenden Kosten machen den Unterschied

Der Dispokredit ist die am einfachsten zu nutzende Kreditform – aber auch der teuerste Kredit. Dagegen steht der Kleinkredit, der inzwischen unkompliziert erhältlich ist, aber ein Beantragungsprozedere voraussetzt. Dafür ist dieser aber in den Kosten wesentlich günstiger. Immer dann, wenn ein Kredit nur kurzfristig benötigt ist, kann der Dispo sinnvoll sein, sollte dann aber bei längerfristiger Nutzung durch einen Kleinkredit umgeschuldet werden.

IMG: Reinhold Foeger – Fotolia

, , ,

Kommentare geschlossen