Studentendarlehen – was zeichnet sie aus?

26. August 2010

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Bei einem Darlehen handelt es sich immer um einen Vertrag, bei dem der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer einen vereinbarten Geldbetrag zur Verfügung stellt. Dieser Geldbetrag muss vom Darlehensnehmer nach Fälligkeit an den Darlehensgeber zurückgezahlt werden.

Die Auszahlungsweise

Dabei fallen für den Darlehensnehmer auch zusätzliche Kosten wie Zinsen und Gebühren an. Zwischen einem Studentendarlehen und einem gewöhnlichen Darlehen gibt es jedoch zahlreiche Unterschiede. Der wohl größte Unterschied zwischen diesen beiden Darlehensarten ist die Art und Weise, wie das Darlehen an den Darlehensnehmer ausgezahlt wird. Bei einem herkömmlichen Darlehen wird die fest vereinbarte Darlehenssumme vollständig und einmalig an den Darlehensnehmer ausgezahlt. Bei einem Studentendarlehen bekommt der Begünstigte jedoch eine vorher fest vereinbarte monatliche Rate ausgezahlt. Die monatlichen Raten werden dem Begünstigten in einem festgelegten Zeitrahmen, bis zu einem festen maximalen Auszahlungszeitraum, zur Verfügung gestellt. Bei einigen Instituten kann der Darlehensnehmer zusätzlich auch noch einmalige Sonderzahlungen in Anspruch nehmen, was bei einem herkömmlichen Darlehen nicht möglich ist. Dies ist vor allem bei Auslandssemester von Vorteil.

Die Rückzahlung

Weitere Unterschiede gibt es bei der Rückzahlung. Während bei einem herkömmlichen Darlehen die Rückzahlung der Summe in monatlichen Raten meist kurz nach Bereitstellung des Darlehens erfolgen muss, beginnt der Rückzahlungszeitraum eines Studentenkredits meist erst Monate oder Jahre nach der letzten Inanspruchnahme der monatlichen Auszahlungen. Die Rückzahlung beider Darlehensarten muss jedoch immer in einem festgelegten Zeitraum erfolgen. Wann der Rückzahlungszeitraum für das Studentendarlehen beginnt wird bereits bei der Formulierung des Darlehensvertrages vereinbart. Der Zeitraum kann von Institut zu Institut variieren. Auch bei den Bewilligungskriterien gibt es zwischen den beiden Darlehensarten Unterschiede. Zur Bewilligung eines herkömmlichen Kredits werden zumeist Einkommensnachweise gefordert und eine Bonitätsprüfung durchgeführt. Bei einem Studentendarlehen wird dagegen zunächst häufig erst ermittelt, ob der Bedarf für einen Darlehen überhaupt gegeben ist.

Bild: Rene Schubert – Fotolia

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